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Luftqualitätsindex der Station Braunschweig (BGSW)

Aktueller Tagesindex vom 18.11.2017 18:00 Uhr
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Kurzfristige nachteilige Wirkungen auf die Menschliche Gesundheit sind unwahrscheinlich; allerdings können Gesundheitseffekte durch Luftschadstoffkombinationen und langfristige Einwirkung des Einzelstoffes nicht ausgeschlossen werden.

Info zum Luftqualitätsindex

Der Kurzzeit-Luftqualitätsindex (LQI) ist ein aggregierter Indikator, der auf der Basis von Einzelschadstoffmessungen für die Luftschadstoffe Stickstoffdioxid (NO2), Schwefeldioxid (SO2), Kohlenmonoxid (CO), Ozon (O3) sowie der Schwebstaubfraktion (PM10) gebildet wird. Der LQI berücksichtigt insbesondere die kurzzeitige gesundheitliche Relevanz der einzelnen Luftschadstoffe. Kurzzeit-Luftqualitätsindizes in gleicher oder ähnlicher Weise werden beispielsweise auch von Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen veröffentlicht. Die an ausgewählten stationären Messstationen Niedersachsens gemessenen Konzentrationen der Schadstoffe werden stündlich jeweils in eine von sechs Indexklassen eingruppiert, die an das Schulnotensystem angelehnt sind. Die Indexklassen sind dabei für jeden der fünf Luftschadstoffe unter Berücksichtigung epidemiologischer und toxikologischer Untersuchungen sowie der Grenzwerte nach der 39. BImSchV abgeleitet (siehe auch [GRIEM et al 2000], [GRIEM et al 2001]). Der Kurzzeit-Luftqualitätsindex ist dann definiert als der höchste Einzelstoff-Indexwert.

Klassengrenzen für den Kurzzeit-Luftqualitätsindex LQI
  • Zur stündlichen Ermittlung des Kurzzeit-Luftqualitätsindexes werden die aktuell gemessenen 1-Stunden-Mittelwerte von NO2, SO2, und O3 sowie der gleitende 8-Stunden-Mittelwert für CO und der gleitende 24-Stunden-Mittelwert für die Schwebstaubfraktion PM10 herangezogen.
  • Die jeweiligen Konzentrationswerte der einzelnen Luftschadstoffe werden entsprechend den abgeleiteten Klassengrenzen in eine Indexklasse eingeordnet.
  • Der Luftqualitätsindex wird definiert als die höchste besetzbare Indexklasse, in die ein oder mehrere Luftschadstoffe eingeordnet wurden.
  • Der Luftqualitätsindex wird als Indexzahl (ohne Nachkommastelle) zusammen mit der Bewertungskategorie angegeben.
  • Zur genaueren Information werden die zur Berechnung des LQI verwendeten Schadstoffe mit ihrer Indexklasse angegeben, z. B. LQI: 5 "schlecht" (O3: Indexklasse 5; NO2: Indexklasse 3; PM10: Indexklasse 2).
  • Zur Ermittlung der Rangordnung bei mehreren Luftschadstoffen in der höchsten Indexklasse und zur Verdeutlichung der Lage eines Konzentrationswertes innerhalb einer Indexklasse (z. B. bei grafischen Darstellungen) werden durch lineare Interpolation innerhalb der Indexklasse Zwischenwerte berechnet.

Luftqualitätsindex - Gesundheitliche Bewertung

Index Information Spezifische Information zu einzelnen Luftschadstoffen
1 Keine nachteilige Wirkung auf die Menschliche Gesundheit Nicht erforderlich
2 Keine nachteilige Wirkung auf die Menschliche Gesundheit Nicht erforderlich
3 Kurzfristige nachteilige Wirkungen auf die Menschliche Gesundheit sind unwahrscheinlich; allerdings können Gesundheitseffekte durch Luftschadstoffkombinationen und langfristige Einwirkung des Einzelstoffes nicht ausgeschlossen werden Nicht erforderlich bzw. nicht möglich
4 In Kombination mit weiteren Luftschadstoffen in höherer Konzentration oder weiteren eine Reaktion der Atemorgane auslösenden Reizen können geringgradige Gesundheitseffekte bei empfindlichen Personengruppen auftreten

Empfindliche Personengruppe:

SO2: Asthmatiker (Verstärkung von Symptomen z.B. in Verbindung mit Pollenexposition möglich)

NO2: Asthmatiker (Verstärkung von Symptomen z.B. in Verbindung mit Pollenexposition möglich)

CO: Patienten mit koronarer Herzkrankheit (Verstärkung von Symptomen möglich)

O3: Ozonempfindliche Personen (sind in allen Bevölkerungsgruppen etwa gleich häufig) (Verstärkung von Symptomen bei zusätzlich bestehenden Erkrankungen der Atemwege möglich)

PM10: Asthmatiker (Verstärkung von Symptomen z.B. in Verbindung mit Pollenexposition möglich)

Verhaltensempfehlungen:

Empfindliche Personengruppen sollten längerdauernde körperliche Anstrengungen im Freien reduzieren

5 Es können nachteilige Gesundheitseffekte bei empfindlichen Personengruppen sowie in Kombination mit weiteren Luftschadstoffen auch bei weniger empfindlichen Personen auftauchen

Empfindliche Personengruppe:

SO2: Asthmatiker (Verstärktes Auftreten von Symptomen wahrscheinlich)

NO2: Asthmatiker (Verstärktes Auftreten von Symptomen wahrscheinlich)

CO: Patienten mit koronarer Herzkrankheit (Verstärktes Auftreten von Symptomen wahrscheinlich)

O3: Ozonempfindliche Personen (sind in allen Bevölkerungsgruppen etwa gleich häufig) (Verstärktes Auftreten von Symptomen an den Atemwegen wahrscheinlich)

PM10: Asthmatiker (Verstärktes Auftreten von Symptomen wahrscheinlich)

Verhaltensempfehlungen:

Empfindliche Personengruppen sollten körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden, andere Personengruppen sollten längerdauernde körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden

6 Nachteilige Gesundheitseffekte bei empfindlichen Personengruppen sind wahrscheinlich und auch bei weniger empfindlichen Personen möglich

Empfindliche Personengruppe:

SO2: Asthmatiker (Verstärktes Auftreten von Symptomen wahrscheinlich) und weniger empfindliche Personen (Atemwegssymptome bei Personen mit Herz-/Lungenerkrankungen wahrscheinlich)

NO2: Asthmatiker (Verstärktes Auftreten von Symptomen wahrscheinlich) und weniger empfindliche Personen (Atemwegssymptome bei Personen mit Herz-/Lungenerkrankungen wahrscheinlich)

CO: Patienten mit koronarer Herzkrankheit (Auslösung von Symptomen wahrscheinlich) und weniger empfindliche Personen (geringgradige Wirkung auf Funktionen des Zentralnervensystems)

O3: Ozonempfindliche Personen (sind in allen Bevölkerungsgruppen etwa gleich häufig) (Auslösung von Symptomen an den Atemwegen wahrscheinlich) und weniger empfindliche Personen (Auslösung von Atemwegssymptomen möglich)

PM10: Asthmatiker (Verstärktes Auftreten von Symptomen wahrscheinlich) und weniger empfindliche Personen (Symptome insbesondere bei Personen mit Herz-/Lungenerkrankungen wahrscheinlich)

Verhaltensempfehlungen:

Empfindliche Personengruppen sollten körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden, andere Personengruppen sollten den Aufenthalt im Freien reduzieren

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